Die selige jungfräuliche Gottesmutter Maria wirkt mit bei der Erlösung (II. Vat. Konzil)
Gott Vater selbst wollte es so: Sein göttlicher Sohn Jesus Christus sollte durch Maria in diese unsere Welt kommen. Ebenso will es Gott Vater, daß wir durch Maria zu Jesus und zu IHM kommen. Das II. Vat. Konzil zeigt auf, daß die heilige Jungfrau Maria am Erlösungswerk Jesu aktiv mitgewirkt hat und gibt so eine Grundlage an alle Gläubigen ab, die heilige Jungfrau Maria als Mittlerin, Fürbitterin und auch als Miterlöserin zu verehren. Ihr sollen wir uns ganz weihen und uns ihr anvertrauen, und zwar in allen Lebenslagen. Die vielen Millionen Votivtäfelchen an ihren Wallfahrtsorten auf der ganzen Welt beweisen, daß Maria in allen Lagen den Menschen hilft. Sie sagt in Medjugorje: "Wenn du wüßtest, wie sehr ich Dich liebe, so würdest Du vor Freude weinen!" Tragt also das Skapulier, weiht Euch dem Unbefleckten Herzen Mariens, betet den Rosenkranz mit der ganzen Familie - dann wird die Welt sich bessern. Maria versprach in Fatima: "Am Ende wird Mein Unbeflecktes Herz triumphieren...!" D.h., die Kirche wird neu aufblühen wie noch nie in der ganzen Menschheitsgeschichte. Das wird aber nur nach der Verkündigung des von der Muttergottes in Amsterdam gewünschten Dogmas kommen: Maria als Mittlerin, Fürbitterin und auch als Miterlöserin. Gott will aber auch, daß wir IHN darum bitten., d.h. wir beharrlich darum beten.

Die selige jungfräuliche Gottesmutter Maria im Geheimnis Christi und der Kirche
II. Vatikanisches Konzil
Dogmatische Konstitution über die Kirche
Achtes Kapitel
II. Die Aufgabe der seligen Jungfrau in der Heilsökonomie
Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testamentes und die verehrungswürdige Überlieferung zeigen die Aufgabe der Mutter des Erlösers in der Heilsökonomie immer klarer und legen sie anschaulich vor. Die Bücher des Alten Testamentes beschreiben die Heilsgeschichte, durch die die Ankunft Christi in der Welt in langsamem Voranschreiten vorbereitet wird. Diese ersten Dokumente, so wie sie in der Kirche gelesen und im Licht der weiteren und vollen Offenbarung verstanden werden, bieten Schritt für Schritt deutlicher die Gestalt der Frau dar, der Mutter des Erlösers. Sie ist in diesem Licht schon prophetisch in der Verheißung vom Sieg über die Schlange, die den in die Sünde gefallenen Stammeltern gegeben wurde (vgl. Gen 3,15), schattenhaft angedeutet. Ähnlich bedeutet sie die Jungfrau, die empfangen und einen Sohn gebären wird, dessen Namen Emmanuel heißen wird (vgl. Is 7,14; vgl. Mich 5,2-3; Mt 1,22-23). Sie ragt unter den Demütigen und Armen des Herrn hervor, die das Heil mit Vertrauen von ihm erhoffen und empfangen.
Mit ihr als der erhabenen Tochter Sion ist schließlich nach langer Erwartung der Verheißung die Zeit erfüllt und die neue Heilsökonomie begonnen, als der Sohn Gottes die Menschennatur aus ihr annahm, um durch die Mysterien seines Fleisches den Menschen von der Sünde zu befreien.
Der Vater der Erbarmungen wollte aber, daß vor der Menschwerdung die vorbestimmte Mutter ihr empfangendes Ja sagte, damit auf diese Weise so, wie eine Frau zum Tode beigetragen hat, auch eine Frau zum Leben beitrüge. Das gilt in erhabenster Weise von der Mutter Jesu, die das Leben selbst, das alles erneuert, der Welt geboren hat und von Gott mit den einer solchen Aufgabe entsprechenden Gaben beschenkt worden ist.
Daher ist es nicht verwunderlich, daß es bei den heiligen Vätern gebräuchlich wurde, die Gottesmutter ganz heilig und von jeder Sündenmakel frei zu nennen, gewissermaßen vom Heiligen Geist gebildet und zu einer neuen Kreatur gemacht5. Vom ersten Augenblick ihrer Empfängnis an im Glanz einer einzigartigen Heiligkeit, wird die Jungfrau von Nazareth vom Engel bei der Botschaft auf Gottes Geheiß als „voll der Gnade" gegrüßt (vgl. Lk 1,28), und sie antwortet dem Boten des Himmels: „Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort" (Lk 1,38). So ist die Adamstochter Maria, dem Wort Gottes zustimmend, Mutter Jesu geworden. Sie umfing den Heilswillen Gottes mit ganzem Herzen und von Sünde unbehindert und gab sich als Magd des Herrn ganz der Person und dem Werk ihres Sohnes hin und diente so unter ihm und mit ihm in der Gnade des allmächtigen Gottes dem Geheimnis der Erlösung. Mit Recht also sind die heiligen Väter der Überzeugung, daß Maria nicht bloß passiv von Gott benutzt wurde, sondern in freiem Glauben und Gehorsam zum Heil der Menschen mitgewirkt hat. So sagt der heilige Irenäus, daß sie „in ihrem Gehorsam für sich und das ganze
Menschengeschlecht Ursache des Heils geworden ist"6.
Deshalb sagen nicht wenige der alten Väter in ihrer Predigt gern, „daß der Knoten des Ungehorsams der Eva gelöst worden sei durch den Gehorsam Marias; und was die Jungfrau Eva durch den Unglauben gebunden hat, das habe die Jungfrau Maria durch den Glauben gelöst"7; im Vergleich mit Eva nennen sie Maria „die Mutter der Lebendigen"8, und öfters betonen sie: „Der Tod kam durch Eva, das Leben durch Maria."9
Diese Verbindung der Mutter mit dem Sohn im Heilswerk zeigt sich vom Augenblick der jungfräulichen Empfängnis Christi bis zu seinem Tod; zunächst da Maria sich eilends aufmachte, um Elisabeth zu besuchen, von dieser wegen ihres Glaubens an das verheißene Heil seliggepriesen wird und der Vorläufer im Mutterschoß aufjubelte (vgl. Lk 1,41 -45); dann als bei der Geburt die Gottesmutter ihren erstgeborenen Sohn, der ihre jungfräuliche
Unversehrtheit nicht minderte, sondern heiligte10, den Hirten und Magiern in Freuden zeigte. Als sie ihn aber im Tempel unter Darbringung der Gabe der Armen dem Herrn darstellte, hörte sie, wie Simeon gleichzeitig vorherverkündigte, daß der Sohn das Zeichen des Widerspruches sein und die Seele der Mutter das Schwert durchbohren werde, damit die Gedanken aus vielen Herzen offenkundig würden (vgl. Lk 2,34-35).
Als die Eltern den Knaben Jesu verloren und mit Schmerzen gesucht hatten, fanden sie ihn im Tempel dem hingegeben, was seines Vaters war; sie verstanden aber das Wort des Sohnes nicht. Und seine Mutter bewahrte all dies betrachtend in ihrem Herzen (vgl. Lk 2,41 - 51).
5 Vgl. Germanus v. Konstantinopel, Hom. in Annunt. Deiparae: PG 98, 328 A. Ders., In Dorm. 2: PG 98, 357. Anastasius v. Ant, Serm.
2 de Annunt., 2: PG 89,1377 AB. Ders., Serm. 3, 2: PG 89,1388 C.
Andreas v. Kreta, Can. in B. V Nat. 4: PG 97,1321 B. Ders., In B. V Nat, 1: PG 97, 812 A; Ders., Hom. in dorm. 1: PG 97, 1068 C. Sophoronius, Or. 2 in Annunt., 18: PG 87 (3) 3237 BD.
6 Irenäus, Adv. Haer. III, 22, 4: PG 7, 959 A; Harvey, 2,123.
7 Irenäus, ebd.: Harvey, 2, 124.
8 Epiphanius, Haer. 78, 18: PG 42, 728 CD - 729 AB.
9 Hieronymus, Epist. 22, 21: PL 22, 408. Vgl. Augustinus, Serm. 51, 2, 3: PL 38, 335. Ders., Serm. 232, 2: PL 38, 1108. Cyrill v. Jerusalem, Catech. 12, 15: PG 33, 741 AB. Johannes Chrysostomus, In PS. 44,7: PG 55, 193. Johannes v. Damaskus, Hom. 2 in dorm. B. M. V., 3: PG 96, 728.
10 Vgl. Laterankonzil v. J. 649, Can. 3: Mansi 10, 1151. Leo d. Gr., Epist. ad Flav.: PL 54, 759. Das Konzil v. Chaicedon: Mansi 7, 462.
Ambrosius, De instit. virg.: PL 16, 320.


Aveglöcklein läutet Still
1. Aveglöcklein läutet still, Jungfrau alles grüßen will; wo ein reines Herz ihr schlägt, spricht es fromm und tiefbewegt: Gegrüßt seist Du, gegrüßt seist Du, gegrüßt seist Du, Maria!
2. Wo ein Röslein steht und glüht, wo am Bach ein Blümlein blüht, wo ein Reis und wo ein Zweig, flüstert alles also gleich: Gegrüßt seist Du...
3. Wo ein Brünnlein, klingt es hell, wo ein Vöglein, singt es schnell, bald ganz leise, bald ganz laut, bald so innig, bald so traut: Gegrüßt seist Du...
4. So grüßt nun die ganze Welt und daraus wohl klar erhellt, daß ich in den Weltengruß herzlich auch einstimmen muß: Gegrüßt seist Du.

O Mutter mit dem Himmelskinde
1. O Mutter mit dem Himmelskinde, das jedes Leiden uns versüßt und uns erlöst von Tod und Sünde, sei milde Jungfrau uns gegrüßt, sei milde Jungfrau uns gegrüßt!
2. Sieh aus dem Himmel Deiner Freuden auf uns herab mit Mutterblick, die wir im Tränental der Leiden uns sehnen nach des Himmels Glück.
3. Bitt, daß nach Deinem Tugendbilde stets heilig unser Wandel sei, voll Unschuld, Sanftmut, Demut, Milde. in allem Gottes Willen treu!
4. Dann zeigst Du freundlich uns einst droben im Himmelreiche Deinen Sohn, und er, der Dich so hoch erhoben, reicht uns dann auch die Siegeskron.

So nimm denn meine Hände
1. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich. Ich mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt; wo Du wirst geh'n und stehen, da nimm mich mit!
2. In Dein Erbarmen hülle mein schwaches Herz und mach' es gänzlich stille in Freud und Schmerz! Laß ruh'n zu Deinen Füßen Dein armes Kind! Es will die Augen schließen und glauben blind.
3. Wenn ich auch gleich nichts fühle von Deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht. So nimm denn meine Hände und führe mich bis an mein selig Ende und ewiglich.

Segne Du, Maria, unsern Priesterstand!
Segne Du, Maria, unsern Priesterstand,
Reichen Segen spende jeder Priesterhand.
Segne alle Priester, die auf Erden sind,
Segne sie, Maria, mit dem lieben Kind!

Segne Du, Maria, jedes Priesterwort,
daß es Früchte trage in die Herzen fort.
Segne Du ihr Wirken für das Gottesreich,
mach durch Deinen Segen all' dem Heiland gleich.

Segne Du, Maria, jedes Priesterherz,
segne seine Freuden, segne seinen Schmerz.
Segne all sein Ringen, bis sein Auge bricht,
stehe ihm zur Seite auf dem Weg zum Licht.

Segne Du, Maria, jedes Priesterherz,
laß sie Jesum folgen treu in Freud und Schmerz.
Stärke ihren Glauben, mehr' der Hoffnung Licht,
segne ihre Liebe, laß' sie wanken nicht.

Segne Du, Maria, unsre Nation
und die Heidenkinder, bring' sie Deinem Sohn.
Segne alle Sünder, die auf Erden sind,
segne sie, Maria, mit dem lieben Kind!

Weihe-Litanei zu Unserer Lieben Frau
|: VS. und A. Mutter Gottes, wir huldigen Dir! :|
VS. Wir preisen Dich, Herrin, Du süße.
A. Maria, wir huldigen Dir.
VS. Dir jubeln wir unsere Grüße.
Du Jungfrau, die Gott hat gefallen
Bist gütigste Mutter uns allen.
Wir singen Dir innige Lieder,
Dein Ruhm klingt vom Himmel hernieder.
O Königin, schönste der Frauen,
Wir schenken Dir heil'ges Vertrauen.
A. Maria, wir huldigen Dir!
VS. Mutter Gottes, wir flehen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir flehen zu Dir!
VS. Sieh, Mutter, auf uns, Deine Kinder,
So schwach sind wir alle und Sünder.
Nimm hin uns're liebenden Herzen,
Wir gehen Dir nach auch in Schmerzen.
Wenn Wetter und Feinde uns schrecken,
Du mußt mit dem Mantel uns decken.
In Nacht und auf dornigen Wegen
Führ', Mutter, uns Jesus entgegen!
Maria, wir flehen zu Dir!
Mutter Gottes, erhör' uns und hilf!
Mutter Gottes, erhör' uns und hilf!
Hilf, Mutter, o hilf auch den andern,
Bewahr', die zur Ewigkeit wandern.
Gib Liebe, die hilft und verzeihet,
Gib Lieb', die dem Opfer sich weihet.
O Mutter, beschütze die Kleinen,
Hilf allen, die krank sind und weinen.
Laß nie uns den Glauben verderben,
Mach treu uns im Leben und Sterben.
A. Erhör' uns, Maria, und hilf!
VS. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
VS. Ach, Mutter, die Welt brennt in Sünden,
Der Feind will sie ganz an sich binden.
Die Stolzen sich höhnend erheben,
Sie reißen vom Weinstock die Reben.
Zum Kampf leihe uns Deine Waffen,
Laß Kräfte und Mut nicht erschlaffen.
Halt stets über uns Deine Hände,
Daß mutig wir sind bis zum Ende.
A. Laß Deine Apostel uns sein!
VS. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
A. Mutter Gottes, wir rufen zu Dir!
V. O Maria, ohne Sünde empfangen,
A. Bitt für uns, die wir unsere Zuflucht zu Dir nehmen!

A. O meine Gebieterin, / o meine Mutter! / Dir bringe ich mich ganz dar, / und um Dir meine Hingabe zu bezeigen, / weihe ich Dir heute meine Augen, / meine Ohren, / meinen Mund, / mein Herz, / mich selber ganz und gar. / Weil ich also Dir gehöre, / o gute Mutter, / so bewahre mich / und beschütze mich / als Dein Gut und Eigentum! / Amen.
O Maria, hilf! / O Maria, hilf! / O Maria, hilf doch mir! / Ein armer Sünder kommt zu Dir. / Im Leben und im Sterben / laß uns nicht verderben! / Laß uns in keiner Todsünd' sterben! / Steh' uns bei im letzten Streit, / o Mutter der Barmherzigkeit!

Tägliche Aufopferung

Ewiger Vater, durch die reinsten Hände Mariens lege ich in den Kelch, den heute jeder Priester auf dem Altare erhebt — meine Gedanken, meine Arbeit, meine Mühen und Leiden — meine Gegenwart, meine Vergangenheit, meine Zukunft — alle meine Sünden, alle meine Lieben, alle Seelen in der Welt, die Armen Seelen, den Tod selbst...
Ich opfere Dir auf — jeden Schlag meines Herzens, jeden Atemzug, jeden Schritt, jeden Laut in der Absicht, daß jede dieser meiner Handlungen — von Dir umgewandelt werde in ebensoviele Akte der Liebe zur Sühne für die Sünden der Welt.
Gib, daß in Vereinigung mit Deinem Sohn Jesus Christus mein Tag eine fortwährende heilige Messe sei, ein beständiges Opfer — eine ewige Kommunion, um Deiner göttlichen Gerechtigkeit Genugtuung zu leisten! Amen.
(Imprimatur 28. XII. 1970)
Einer mexikanischen Nonne vom Heiland übergeben
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